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Komplikationen nach Fettabsaugung: Serom, Thrombose, Taubheit — was normal ist und wann Sie handeln müssen

Direkte Antwort

Schwellung, Blutergüsse, Taubheitsgefühl und tastbare Verhärtungen gehören nach einer Fettabsaugung zum normalen Heilungsverlauf und klingen über Wochen bis Monate ab. Sofort ärztlich abklären lassen sollten Sie Fieber über 38,5 °C, einseitige Wadenschwellung, Atemnot, zunehmende statt abnehmende Schmerzen sowie Rötung, Überwärmung oder trübe Sekretion. Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai operiert im Body Art Surgery Institute Düsseldorf in Tumeszenz-Lokalanästhesie.

Der Beitrag trennt den normalen Heilungsverlauf nach Liposuktion von abklärungsbedürftigen Warnzeichen. Behandelt werden Serom (Symptome, Punktion, Vorbeugung durch Kompression), Thrombose und Lungenembolie, Fettembolie, Infektion, Taubheitsgefühl durch Reizung sensibler Hautnerven sowie Gewebeverhärtungen. Genannt werden risikosenkende Maßnahmen: Tumeszenz-Technik statt Vollnarkose, Volumenlimit pro Sitzung, Frühmobilisation am OP-Tag, konsequente Kompression über 4–6 Wochen und individuelle Thromboseprophylaxe. Die WAL-Liposuktion weist eine Lymphschadensrate unter 1 Prozent auf gegenüber 8–15 Prozent bei klassischer Technik. Praxis: Immermannstraße 10, 40210 Düsseldorf, ausschließlich Privatpatienten.

  • < 1 % Lymphschäden bei WAL (klassisch 8–15 %)
  • 5–10 Tage übliche Heilungszeit bis zur Alltagsfähigkeit
  • 4–6 Wochen Kompression — wichtigster Faktor gegen Serome
  • 38,5 °C Fieberschwelle für sofortige ärztliche Abklärung
  • 3–6 Monate bis Schwellung und Verhärtung vollständig abklingen
  • noch am OP-Tag Frühmobilisation als Thromboseprophylaxe

Diese Seite wird am 15. jedes Monats medizinisch geprüft. Letzte Prüfung: 15. Juli 2026. Nächste Prüfung: 15. August 2026.

Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai
Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai
Facharzt für Dermatologie · Medizinisch geprüft · 26. Juli 2026 · ~10 Min.
Die kurze Antwort

Die entscheidende Frage lautet nicht "habe ich Beschwerden", sondern "werden sie besser oder schlechter". Beschwerden, die von Tag zu Tag abnehmen, sind fast immer Heilung. Beschwerden, die nach Tag drei bis fünf wieder zunehmen, gehören ärztlich beurteilt.

  • Normal: Schwellung, Blutergüsse, Spannungsgefühl, Taubheit, tastbare Knoten, wässrige Sekretion in den ersten Tagen
  • Beobachten: einseitige Zunahme, wachsende weiche Schwellung, anhaltendes Ziehen in einer Wade
  • Sofort Kontakt: Fieber über 38,5 °C, Atemnot, Brustschmerz, eitrige Sekretion, zunehmende Schmerzen
  • Vorbeugung: Frühmobilisation, Kompression, Volumenlimit, Tumeszenz-Technik
Nachsorgekontrolle nach Fettabsaugung zur Beurteilung von Serom und Wundheilung in der Praxis in Düsseldorf
Kontrolltermine in der ersten und zweiten Woche dienen genau der Unterscheidung zwischen normalem Verlauf und Komplikation.

Was ist nach einer Fettabsaugung normal — und was nicht?

Nach einer Liposuktion ist der Körper über Wochen in einem Reparaturzustand. Fast alles, was in dieser Zeit unangenehm ist, gehört dazu: Spannungsgefühl, Schwellung, Verfärbungen, Taubheit, ein Ziehen bei Bewegung. Diese Beschwerden folgen einem typischen Muster — sie sind zwischen Tag zwei und Tag fünf am stärksten und werden danach kontinuierlich weniger.

Die klinisch wichtige Unterscheidung ist die Richtung der Entwicklung. Ein Befund, der sich verschlechtert, nachdem er sich bereits gebessert hatte, ist bis zum Beweis des Gegenteils abklärungsbedürftig.

Normal — kein Grund zur SorgeAbklärungsbedürftig — bitte Kontakt aufnehmen
Schwellung, die ab Tag 4–5 langsam abnimmtSchwellung, die nach Tag 5 wieder deutlich zunimmt, besonders einseitig
Blutergüsse in Blau, Grün, Gelb über 2–4 WochenScharf begrenzte, sehr harte, druckschmerzhafte Schwellung mit Rötung
Wundschmerz, der von Tag zu Tag geringer wirdSchmerzen, die nach anfänglicher Besserung wieder zunehmen
Temperatur bis 38,0 °C in den ersten 48 StundenFieber über 38,5 °C, Schüttelfrost, allgemeines Krankheitsgefühl
Wässrig-rötliche Sekretion aus den Zugängen für 1–3 TageTrübe, gelbliche oder übelriechende Sekretion, auch spät auftretend
Taubes oder kribbelndes Hautareal über WochenZunehmende Rötung und Überwärmung, die sich flächig ausbreitet
Muskelkater-ähnliches Ziehen in beiden BeinenEinseitige Wadenschwellung, Wadendruckschmerz, warmes gespanntes Bein
Kurzatmigkeit bei Anstrengung in den ersten TagenAtemnot in Ruhe, Brustschmerz, Herzrasen, Bluthusten — Notfall
Wichtiger Hinweis
Bei Atemnot in Ruhe, Brustschmerz oder plötzlicher einseitiger Beinschwellung warten Sie nicht auf einen Praxistermin. Rufen Sie den Rettungsdienst unter 112 oder stellen Sie sich in einer Notaufnahme vor. Nennen Sie dabei immer den kürzlich erfolgten Eingriff.

Serom nach Fettabsaugung: welche Symptome hat es und was wird gemacht?

Ein Serom ist eine Ansammlung klarer Wundflüssigkeit in dem Hohlraum, der nach dem Absaugen zwischen Haut und Muskulatur entsteht. Es fühlt sich weich, prall und beweglich an, oft mit einem tastbaren Flüssigkeitsschwappen, und ist typischerweise nicht überwärmt und nicht gerötet. Schmerzen bestehen eher als Druck- und Spannungsgefühl.

Serome treten meist zwischen der zweiten und vierten Woche auf, also gerade dann, wenn viele Patientinnen die Kompression bereits lockern. Bevorzugte Stellen sind Bauch, Flanken, Rücken und der Bereich über dem Knie — überall dort, wo großflächig abgesaugt wurde und die Haut sich noch nicht wieder angelegt hat.

  • Kleine Serome resorbiert der Körper oft von selbst innerhalb einiger Wochen — Behandlung: konsequente Kompression und Lymphdrainage.
  • Größere oder spannende Serome werden unter sterilen Bedingungen mit einer feinen Nadel punktiert; das dauert wenige Minuten und ist in der Regel gut erträglich.
  • Wiederholt nachlaufende Serome benötigen mehrere Punktionen im Abstand von Tagen, gelegentlich eine kurzzeitige Drainage.
  • Ein unbehandeltes großes Serom kann sich abkapseln und zu einer dauerhaften Kontureinziehung oder zu einer Infektion führen — deshalb wird es behandelt und nicht abgewartet.

Das Serom ist die häufigste lokale Komplikation nach Liposuktion und in der Regel gut beherrschbar. Entscheidend ist, dass es erkannt wird: Wer eine neu auftretende weiche Schwellung in Woche zwei bis vier bemerkt, sollte einen Kontrolltermin vereinbaren, statt weiter zu warten.

Ein Serom ist kein Zeichen dafür, dass etwas falsch gelaufen ist. Es ist eine erwartbare Reaktion auf einen großen Wundraum. Falsch läuft es erst, wenn niemand danach schaut.— Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie & Ästhetische Chirurgie

Wann muss ich nach Fettabsaugung zum Arzt?

Es gibt sechs Situationen, in denen Sie nicht abwarten sollten. Sie sind bewusst einfach gehalten, damit sie im Zweifel auch nachts funktionieren.

Warnzeichen — bitte sofort Kontakt aufnehmen

1
Fieber über 38,5 °CBesonders wenn es später als 48 Stunden nach dem Eingriff auftritt oder von Schüttelfrost begleitet wird. Verdacht auf Wundinfektion.
2
Einseitige WadenschwellungSpannungsgefühl, Druckschmerz in der Wade, warmes und im Seitenvergleich dickeres Bein. Verdacht auf tiefe Beinvenenthrombose — nicht massieren, nicht hochlagern und selbst behandeln, sondern abklären lassen.
3
Atemnot, Brustschmerz, HerzrasenAuch ohne Beinsymptome. Verdacht auf Lungenembolie. Das ist ein Notfall — 112.
4
Zunehmende statt abnehmende SchmerzenWenn der Schmerz nach Tag drei bis fünf wieder stärker wird, steckt fast immer eine Ursache dahinter: Serom, Hämatom oder Infektion.
5
Rötung, Überwärmung, eitrige SekretionEine sich ausbreitende Rötung um die Zugänge oder trübes, riechendes Sekret spricht für eine Infektion und braucht rasch eine antibiotische Therapie.
6
Prall-weiche, wachsende SchwellungTypisches Serom, meist Woche 2–4. Kein Notfall, aber ein Grund für einen Termin innerhalb weniger Tage.

Für alles andere gilt: Ein Anruf kostet nichts. Im Body Art Surgery Institute erreichen Sie die Praxis unter 0211 158 76080, per WhatsApp unter +49 152 5927 4323 oder per E-Mail an drfetai@mail.de. Eine kurze Rückfrage ist immer besser als eine durchwachte Nacht.

Wie lange halten Schwellungen und Blutergüsse nach der Fettabsaugung an?

Blutergüsse sind meist nach zwei bis vier Wochen verschwunden, Schwellungen brauchen deutlich länger. Ein grober Verlauf: Nach zwei Wochen ist die stärkste Schwellung weg, nach sechs Wochen sind Sie in der Regel wieder gesellschaftsfähig konturiert, nach drei Monaten sind rund 70 bis 80 Prozent des Ergebnisses sichtbar, und das Endergebnis zeigt sich nach drei bis sechs Monaten.

Schwellungen verhalten sich tageszeitlich: abends und nach langem Stehen stärker, morgens geringer. Wärme, Alkohol, Sauna und intensiver Sport verstärken sie vorübergehend. Das ist kein Rückschritt, sondern Flüssigkeitsverschiebung.

Die Heilungszeit bis zur Alltagsfähigkeit liegt bei der WAL-Liposuktion typischerweise bei fünf bis zehn Tagen. Details zum zeitlichen Ablauf finden Sie unter Liposuktion Ablauf und in der Vorbereitung und Nachsorge.

Wenn eine Seite deutlich stärker anschwillt als die andere und das über Tage zunimmt, ist das ein Grund für eine Kontrolle — nicht wegen der Optik, sondern zum Ausschluss eines Seroms oder Hämatoms.

Verhärtungen nach Fettabsaugung — wie lange bleiben die?

Tastbare Verhärtungen sind normal und erreichen ihren Höhepunkt meist zwischen Woche drei und Woche sechs. Sie entstehen durch den Umbau von Narbengewebe im Unterhautfettgewebe. In den meisten Fällen lösen sie sich innerhalb von drei bis sechs Monaten weitgehend auf, in fibrösem Gewebe kann es bis zu zwölf Monate dauern.

Was die Rückbildung beschleunigt: konsequente Kompression, manuelle Lymphdrainage ein- bis dreimal wöchentlich in den ersten Wochen, kräftige Eigenmassage ab etwa Woche drei bis vier sowie Bewegung. Was sie verzögert: Rauchen, Bewegungsmangel, unregelmäßig getragene Kompression und Gewichtsschwankungen.

Bleibt nach sechs bis zwölf Monaten eine sichtbare Unebenheit zurück, ist das ein Konturthema und keine Komplikation im engeren Sinn. Was dann möglich ist, beschreibt der Beitrag Dellen und Wellen nach Fettabsaugung korrigieren.

Ist ein Taubheitsgefühl nach der Fettabsaugung normal?

Ja. Ein taubes, pelziges oder kribbelndes Gefühl im behandelten Areal tritt bei nahezu allen Patientinnen und Patienten auf und ist Folge einer Reizung feiner sensibler Hautnerven durch die Kanülenbewegung und die Schwellung. Die Nerven werden dabei in aller Regel nicht durchtrennt, sondern gedehnt und irritiert.

  • Typischer Verlauf: Taubheit in den ersten Wochen, dann eine Phase mit Kribbeln, Juckreiz und gelegentlich unangenehmer Berührungsempfindlichkeit — das ist ein Zeichen der Regeneration.
  • Die Sensibilität kehrt meist innerhalb von 6 Wochen bis 6 Monaten zurück.
  • Vereinzelt bleiben kleine Areale dauerhaft leicht taub, ohne funktionelle Einschränkung.
  • Brennende, elektrisierende Schmerzen entlang einer Nervenbahn gehören abgeklärt und sind nicht Teil des üblichen Verlaufs.

Die WAL-Technik arbeitet mit einem fächerförmigen Wasserstrahl, der Fettzellen löst und Nerven- sowie Lymphstrukturen weitgehend intakt lässt. Die Rate an Lymphschäden liegt bei unter 1 Prozent gegenüber 8 bis 15 Prozent bei klassischer Absaugtechnik. Details unter WAL-Liposuktion erklärt.

Thrombose nach Fettabsaugung vorbeugen — was hilft wirklich?

Die wirksamste Thromboseprophylaxe nach einer Fettabsaugung ist Bewegung, und zwar früh. Wer noch am OP-Tag mehrfach aufsteht und kurze Strecken geht, senkt sein Risiko deutlich stärker als durch jede Lagerungsmaßnahme.

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Frühmobilisation

Aufstehen noch am OP-Tag, danach mehrmals täglich kurze Gehstrecken. Langes Sitzen und Bettruhe sind das eigentliche Risiko, nicht die Bewegung.

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Trinken

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält das Blut fließfähig. Nach Tumeszenz-Behandlung besonders wichtig.

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Kompression

Die Kompressionswäsche wirkt gleichzeitig gegen Schwellung, Serome und venösen Rückstau.

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Medikamentöse Prophylaxe

Niedermolekulares Heparin wird individuell nach Risikoprofil verordnet — abhängig von Volumen, Dauer, Vorerkrankungen, Pille und Reiseweg.

Risikoerhöhend wirken: hormonelle Verhütung, Rauchen, Übergewicht, frühere Thrombosen, Gerinnungsstörungen, lange Anfahrten oder Flüge kurz nach dem Eingriff sowie sehr lange Operationszeiten. Diese Punkte werden im Vorgespräch abgefragt — bitte auch dann angeben, wenn sie Ihnen unwichtig erscheinen. Die Checkliste dazu steht in der Vorbereitung.

Wichtiger Hinweis
Nach einer Fettabsaugung sollten längere Flugreisen für einige Wochen vermieden werden. Wenn eine Reise unumgänglich ist, besprechen Sie das vor der OP-Terminierung — nicht danach.

Wie hoch ist das Fettembolie-Risiko bei einer Fettabsaugung?

Eine Fettembolie ist eine sehr seltene, aber ernsthafte Komplikation, bei der Fettpartikel in die Blutbahn gelangen und Lungengefäße verlegen. Sie tritt vor allem bei sehr großen Absaugvolumina, bei gleichzeitiger Eigenfetteinlage in stark durchblutete Regionen und bei tief intramuskulärer Injektion auf.

Das ist der Grund für ein zentrales Prinzip beim Eigenfett-Transfer am Gesäß: Fett wird ausschließlich subkutan injiziert, niemals in den Muskel. Die im Body Art Surgery Institute eingesetzte Booty-FI-Technik® arbeitet rein subkutan und ultraschallgestützt und senkt das statistische BBL-Risiko von etwa 1:3.000 auf unter 1:50.000.

Für die reine Fettabsaugung ohne Retransfer ist das Risiko einer klinisch relevanten Fettembolie sehr gering, insbesondere bei Eingriffen in Tumeszenz-Lokalanästhesie mit begrenztem Volumen. Symptome wären Atemnot, Verwirrtheit, schneller Puls und punktförmige Hauteinblutungen in den ersten 24 bis 72 Stunden — in diesem Fall gilt: Notaufnahme, nicht abwarten.

Sie sind unsicher, ob Ihr Verlauf normal ist? Rufen Sie an, statt zu googeln — eine kurze Einschätzung ist schneller als jede Recherche.

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Fettabsaugung Risiken realistisch: was senkt sie tatsächlich?

Die Komplikationsrate einer Liposuktion hängt weniger vom Gerät als von vier organisatorischen Entscheidungen ab: Anästhesieform, Volumenbegrenzung, Erfahrung des Operateurs und Struktur der Nachsorge.

  • Tumeszenz-Lokalanästhesie statt Vollnarkose: Der Patient bleibt ansprechbar und mobil, das Narkoserisiko entfällt weitgehend, die Tumeszenzlösung wirkt zugleich blutstillend.
  • Volumenlimit pro Sitzung: Lieber zwei Sitzungen als eine überlange Operation. Die Komplikationsrate steigt mit Volumen und Operationsdauer.
  • Erfahrung und Fallzahl: Dr. Fetai hat über 4.000 Eingriffe durchgeführt und ist LiPLEG-Studienoperateur.
  • Strukturierte Nachsorge: feste Kontrolltermine in Woche 1 und 2, erreichbare Ansprechpartner, klare schriftliche Verhaltensregeln.
  • Ehrliche Patientenauswahl: Wer nicht geeignet ist, sollte nicht operiert werden — siehe für wen die Fettabsaugung geeignet ist.

Eine vollständige Aufstellung aller möglichen Risiken finden Sie unter Fettabsaugung Risiken, die Einordnung mit Zahlen und Studienlage unter wie sicher ist eine Fettabsaugung.

WAS DIESER TEXT NICHT ERSETZT

Diese Seite dient der Orientierung zwischen zwei Terminen. Sie ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Wenn Ihr Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt, ist das ein ausreichender Grund für einen Anruf — auch ohne eines der genannten Warnzeichen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Symptome hat ein Serom nach Fettabsaugung?+

Ein Serom zeigt sich als weiche, prall gespannte, bewegliche Schwellung, oft mit tastbarem Flüssigkeitsschwappen. Typisch sind Druck- und Spannungsgefühl ohne Rötung und ohne Fieber. Es tritt meist zwischen der zweiten und vierten Woche auf, bevorzugt an Bauch, Flanken, Rücken und über dem Knie.

Wie wird ein Serom nach Fettabsaugung behandelt?+

Kleine Serome resorbiert der Körper unter konsequenter Kompression und Lymphdrainage oft selbst. Größere werden unter sterilen Bedingungen mit einer feinen Nadel punktiert — das dauert wenige Minuten. Läuft die Flüssigkeit nach, sind mehrere Punktionen im Abstand von Tagen nötig, selten eine kurzzeitige Drainage.

Wie hoch ist das Fettembolie-Risiko bei einer Fettabsaugung?+

Bei einer reinen Liposuktion in Tumeszenz-Lokalanästhesie mit begrenztem Volumen ist eine klinisch relevante Fettembolie sehr selten. Höher ist das Risiko bei sehr großen Volumina und bei Eigenfetttransfer in den Muskel. Deshalb wird beim BBL rein subkutan injiziert — die Booty-FI-Technik® senkt das statistische Risiko von 1:3.000 auf unter 1:50.000.

Wie kann ich einer Thrombose nach der Fettabsaugung vorbeugen?+

Am wirksamsten durch Frühmobilisation: aufstehen noch am OP-Tag und danach mehrmals täglich kurz gehen. Dazu kommen ausreichendes Trinken, konsequente Kompression und — nach individuellem Risikoprofil — eine medikamentöse Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin. Längere Flugreisen sollten einige Wochen warten.

Ist ein Taubheitsgefühl nach Fettabsaugung normal?+

Ja, das ist bei nahezu allen Patientinnen und Patienten der Fall. Feine sensible Hautnerven werden durch Kanülenbewegung und Schwellung gereizt. Die Sensibilität kehrt in der Regel innerhalb von sechs Wochen bis sechs Monaten zurück, oft über eine Zwischenphase mit Kribbeln und Berührungsempfindlichkeit.

Wie lange bleiben Verhärtungen nach einer Fettabsaugung?+

Verhärtungen sind zwischen Woche drei und sechs am ausgeprägtesten und lösen sich meist innerhalb von drei bis sechs Monaten. In fibrösem Gewebe kann es bis zu zwölf Monate dauern. Kompression, Lymphdrainage und kräftige Eigenmassage ab Woche drei bis vier beschleunigen den Prozess deutlich.

Wie lange halten Schwellungen nach einer Fettabsaugung an?+

Die stärkste Schwellung ist nach etwa zwei Wochen zurückgegangen, nach sechs Wochen ist die Kontur alltagstauglich, nach drei Monaten sind rund 70 bis 80 Prozent des Ergebnisses sichtbar. Restschwellung kann bis zum sechsten Monat bestehen. Abends ist sie regelmäßig stärker als morgens.

Wie lange bleiben Blutergüsse nach einer Liposuktion?+

In der Regel zwei bis vier Wochen, mit dem typischen Farbverlauf von blau-violett über grün nach gelb. Ausgedehnte Hämatome können länger brauchen. Blutverdünnende Medikamente, ASS und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel verstärken sie — sie werden deshalb vor dem Eingriff besprochen.

Wann muss ich nach einer Fettabsaugung zum Arzt?+

Bei Fieber über 38,5 °C, einseitiger Wadenschwellung, Atemnot oder Brustschmerz, zunehmenden statt abnehmenden Schmerzen, sich ausbreitender Rötung mit Überwärmung sowie trüber oder riechender Sekretion. Bei Atemnot und Brustschmerz nicht auf einen Termin warten, sondern 112 rufen oder eine Notaufnahme aufsuchen.

Ab wann ist Fieber nach einer Fettabsaugung bedenklich?+

Eine Temperatur bis 38,0 °C in den ersten 48 Stunden ist eine übliche Wundreaktion. Fieber über 38,5 °C, Schüttelfrost oder Fieber, das erst nach dem dritten Tag auftritt, spricht für eine mögliche Wundinfektion und gehört noch am selben Tag ärztlich beurteilt.

Wie erkenne ich eine Infektion nach der Fettabsaugung?+

Typisch sind eine sich flächig ausbreitende Rötung, Überwärmung, zunehmende Schmerzen nach anfänglicher Besserung, trübe oder übelriechende Sekretion aus den Zugängen sowie Fieber und Krankheitsgefühl. Eine Infektion wird antibiotisch behandelt und heilt bei rechtzeitiger Therapie in der Regel folgenlos aus.

Wie realistisch sind die Risiken einer Fettabsaugung insgesamt?+

Die Liposuktion gilt bei begrenztem Volumen, in Tumeszenz-Lokalanästhesie und in erfahrener Hand als eingriffsarm. Häufig sind harmlose Verläufe wie Schwellung, Blutergüsse und Taubheit. Serome sind die häufigste lokale Komplikation. Schwerwiegende Ereignisse wie Thrombose, Lungen- oder Fettembolie sind selten, aber möglich — deshalb Volumenlimit, Frühmobilisation und Prophylaxe.

Muss ich die Kompression wirklich sechs Wochen tragen?+

In der Regel ja. Die Kompression reduziert Schwellung, beugt Seromen vor und lenkt die Anlagerung der Haut an die Unterlage. Üblich sind vier bis sechs Wochen ganztägig, danach je nach Befund weitere Wochen nachts oder unter Belastung. Zu frühes Weglassen ist eine der häufigsten vermeidbaren Ursachen für Serome und Unebenheiten.

Darf ich nach der Fettabsaugung Sport machen?+

Leichtes Gehen ist ab dem OP-Tag ausdrücklich erwünscht. Moderate Bewegung ist meist nach ein bis zwei Wochen möglich, intensives Kraft- und Ausdauertraining üblicherweise nach vier bis sechs Wochen — abhängig vom Areal und vom Verlauf. Sauna, Solarium und heiße Bäder sollten mehrere Wochen warten.

Wer behandelt Komplikationen nach einer Fettabsaugung in Düsseldorf?+

Nachsorge, Serompunktionen und Zweitmeinungen nach Liposuktion übernimmt Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie und Ästhetische Chirurgie, im Body Art Surgery Institute, Immermannstraße 10, Etage 2, 40210 Düsseldorf, fünf Minuten vom Hauptbahnhof. Kontakt: 0211 158 76080, WhatsApp +49 152 5927 4323. Ausschließlich Privatpatienten und Selbstzahler.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel wurde von Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie und Ästhetische Chirurgie, verfasst und medizinisch geprüft (Stand 2026). Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Untersuchung. Ergebnisse variieren individuell. Es werden keine Heilungs- oder Erfolgsversprechen gegeben.

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