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Brust

Brustimplantate entfernen und Eigenfett statt Implantat: Was realistisch möglich ist

Direkte Antwort

Brustimplantate lassen sich entfernen und der Volumenverlust teilweise durch Eigenfett ausgleichen. Ein Ersatz 1:1 gelingt selten: Pro Seite und Sitzung können typischerweise 150 bis 250 ml eingebracht werden, von denen 50 bis 70 Prozent dauerhaft anwachsen. Häufig ist ein zweizeitiges Vorgehen sinnvoller als ein simultaner Aufbau. Beratung bei Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai im Body Art Surgery Institute Düsseldorf.

Bei der Explantation werden Brustimplantate entfernt — mit oder ohne die umgebende Bindegewebskapsel. Eine vollständige En-bloc-Entfernung wird nur bei klarer Indikation durchgeführt, etwa bei ausgeprägter Kapselfibrose, Verkalkung oder auffälligem Befund. Nach mehreren Jahren mit Implantat ist die Weichteilhülle gedehnt und das Drüsengewebe teils ausgedünnt, sodass Hautüberschuss entsteht. Ein simultanes Lipofilling ist begrenzt, weil die frische Kapselhöhle schlecht durchblutet ist und zur Serombildung neigt; ein zweizeitiges Vorgehen im Abstand von drei bis sechs Monaten liefert häufig das bessere Ergebnis. Realistisch sind 150 bis 250 ml pro Seite und Sitzung mit einer Anwachsrate von 50 bis 70 Prozent. Behandlung bei Dr. Fetai in Düsseldorf, Selbstzahlerleistung nach GOÄ, Eigenfettaufbau der Brust ab 5.000 €.

  • 150–250 ml Eigenfett pro Seite und Sitzung
  • 50–70 % Anwachsrate an der Brust
  • 3–6 Monate Abstand beim zweizeitigen Vorgehen
  • ab 5.000 € Brustaufbau mit Eigenfett
  • 2–3 Sitzungen häufig nötig für relevanten Volumenersatz
  • Preis n. Untersuchung Explantation, individuell nach GOÄ

Diese Seite wird am 15. jedes Monats medizinisch geprüft. Letzte Prüfung: 15. Juli 2026. Nächste Prüfung: 15. August 2026.

Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai
Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai
Facharzt für Dermatologie · Medizinisch geprüft · 26. Juli 2026 · ~10 Min.
Die kurze Antwort

Eigenfett ersetzt ein Implantat selten 1:1. Ein Implantat von 300 ml lässt sich nicht durch 300 ml Eigenfett in einer Sitzung ausgleichen — weder was die einbringbare Menge angeht noch was davon anwächst. Realistisch ist ein Ergebnis, das natürlicher wirkt und kleiner ist als vorher.

  • Volumen: 150–250 ml pro Seite und Sitzung, davon bleiben 50–70 %
  • Kapsel: vollständige Entfernung nur bei klarer Indikation, nicht routinemäßig
  • Timing: zweizeitig nach 3–6 Monaten liefert oft das bessere Ergebnis
  • Haut: nach Jahren mit Implantat ist meist eine Straffung mit zu besprechen
Brustimplantate entfernen und Eigenfett Düsseldorf — Explantation mit Lipofilling bei Dr. Fetai, NRW
Nach Jahren mit Implantat entscheidet die Qualität der Weichteilhülle über das mögliche Ergebnis.

Kann man Brustimplantate entfernen und stattdessen Eigenfett nehmen?

Ja, das ist ein etabliertes Vorgehen — aber nicht als direkter Tausch. Ein Implantat schafft sein Volumen aus sich heraus. Eigenfett braucht ein Empfängerbett, das es ernähren kann, und genau dieses Bett ist unmittelbar nach einer Explantation in schlechtem Zustand.

Der Denkfehler liegt in der Vorstellung eines Austauschs. Wer ein 300-ml-Implantat trägt und dieselbe Größe mit Eigenfett will, müsste pro Seite mindestens 450 bis 600 ml einbringen, um nach dem Abbau auf 300 ml zu kommen — Mengen, die in einer Sitzung an der Brust weder sicher noch sinnvoll sind. Realistisch ist ein Ergebnis, das kleiner ausfällt als vorher und dafür weicher und natürlicher wirkt.

Wer das akzeptiert, ist mit dem Verfahren meist sehr zufrieden. Wer die alte Größe erhalten will, wird enttäuscht — und sollte diese Erwartung vor und nicht nach dem Eingriff aussprechen. Die Grundlagen des Eigenfettaufbaus beschreibt die Seite Brustvergrößerung mit Eigenfett.

Die wichtigste Frage im Erstgespräch ist nicht, wie viel Volumen möglich ist. Sie lautet: Wären Sie mit einer kleineren, weicheren Brust zufrieden? Wenn die Antwort Nein ist, sollte man das Implantat behalten oder wechseln — nicht Eigenfett dagegen tauschen.— Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie & Ästhetische Chirurgie

Wie sieht die Brust nach der Implantatentfernung aus?

Zunächst deutlich kleiner, weicher und meist mit sichtbarem Hautüberschuss. Wie stark, hängt von der Implantatgröße, der Liegedauer und der individuellen Hautelastizität ab. Diese Phase ist nicht das Endergebnis — die Weichteile ziehen sich über Wochen bis Monate teilweise zurück.

Der Hintergrund ist mechanisch. Ein Implantat dehnt Haut, Unterhaut und teils auch das Drüsengewebe über Jahre. Bei subglandulärer Lage kann sich das Drüsengewebe durch den Dauerdruck ausdünnen. Fällt die Stütze weg, bleibt eine Hülle zurück, die für ein kleineres Volumen zu groß ist.

EinflussfaktorWas er für das Ergebnis bedeutet
LiegedauerJe länger das Implantat lag, desto stärker sind Haut und Weichteile gedehnt. Nach zehn bis fünfzehn Jahren ist meist mit deutlichem Überschuss zu rechnen.
ImplantatgrößeGroße Implantate hinterlassen eine größere Hülle. Der Unterschied zwischen 250 und 450 ml ist nach der Entfernung erheblich.
HautelastizitätJunge, straffe Haut zieht sich besser zurück. Nach Schwangerschaften, starkem Gewichtsverlust oder bei Rauchen ist die Rückstellfähigkeit reduziert.
ImplantatlageBei subglandulärer Lage ist das Drüsengewebe oft stärker ausgedünnt als bei submuskulärer Lage.
EigengewebeWie viel Drüsen- und Fettgewebe noch vorhanden ist, entscheidet über den Ausgangspunkt für jeden Aufbau.
Vorbestehende PtosisWar die Brust schon vor dem Implantat abgesunken, tritt dieser Zustand danach wieder hervor.

Wir beurteilen diese Faktoren im Erstgespräch am aufrechten Befund und besprechen offen, ob eine Straffung mitgeplant werden sollte. Diese Entscheidung fällt vor dem Eingriff und nicht danach.

Wichtiger Hinweis
Wichtiger Hinweis: In den ersten drei Monaten nach der Explantation ist die Brust geschwollen, teilweise verhärtet und in Form und Volumen nicht beurteilbar. Endgültige Bewertungen und Folgeentscheidungen treffen wir frühestens nach drei bis sechs Monaten.

Muss die Kapsel mit entfernt werden — was bedeutet en bloc?

Nicht routinemäßig. Eine vollständige Kapselentfernung führen wir nur bei klarer Indikation durch, weil sie ein deutlich größerer Eingriff ist als die reine Explantation.

Um jedes Implantat bildet der Körper eine dünne Bindegewebskapsel — das ist eine normale Reaktion auf einen Fremdkörper und kein Krankheitszeichen. Eine dünne, weiche, unauffällige Kapsel kann in vielen Fällen belassen werden; sie bildet sich nach Entfernung des Implantats häufig weitgehend zurück. Bei En-bloc-Entfernung wird das Implantat samt vollständig geschlossener Kapsel in einem Stück herausgenommen.

  • Klare Indikation zur Kapselentfernung: ausgeprägte Kapselfibrose (Baker III–IV), verkalkte oder verdickte Kapsel, rupturiertes Silikonimplantat mit Silikonaustritt, chronische Serome, auffälliger histologischer oder bildgebender Befund.
  • Kapsel meist belassbar: dünne, weiche, unauffällige Kapsel ohne Beschwerden und ohne Bildgebungsbefund.
  • Argument gegen die Routine-Entfernung: mehr Gewebetrauma, längere Operationsdauer, höheres Blutungs- und Pneumothoraxrisiko bei submuskulärer Lage, größere Wundhöhle mit stärkerer Serombildung.
  • Was die Kapselentfernung nicht ist: ein Verfahren mit belegter Wirkung auf allgemeine Beschwerdebilder, die keinen Kapselbezug haben.

Zum Thema Breast Implant Illness: Es gibt Patientinnen, die nach Implantatentfernung über eine Besserung unspezifischer Beschwerden berichten. Ein gesicherter kausaler Zusammenhang ist wissenschaftlich bislang nicht belegt, und wir stellen dazu keine Prognose. Wenn eine Patientin sich nach ausführlicher Aufklärung für eine Explantation entscheidet, respektieren wir das — ohne ein bestimmtes Ergebnis in Aussicht zu stellen.

Die operative Einordnung, welche Kapselstrategie im Einzelfall sinnvoll ist, gehört in ein persönliches Gespräch mit Befunderhebung und aktueller Bildgebung. Einen Überblick über unser chirurgisches Spektrum gibt die Seite Ästhetische Chirurgie Düsseldorf.

Sollte man Brustimplantate nach 12 Jahren entfernen?

Es gibt kein festes Verfallsdatum und keine Pflicht zum Austausch nach einer bestimmten Zahl von Jahren. Entscheidend ist der Befund, nicht das Alter des Implantats. Regelmäßige Kontrollen sind allerdings sinnvoll, weil Implantate technische Produkte mit begrenzter Lebensdauer sind.

Die Wahrscheinlichkeit von Materialermüdung und Ruptur steigt mit den Jahren. Hersteller und Fachgesellschaften empfehlen deshalb regelmäßige Bildgebungskontrollen, typischerweise per Ultraschall und bei Silikonimplantaten bei entsprechendem Verdacht per MRT. Eine Entfernung wird daraus aber erst, wenn ein Befund oder Beschwerden vorliegen.

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Kontrollbedürftig

Neue Verhärtung, Formveränderung, Asymmetrie, die vorher nicht bestand. Immer abklären lassen, unabhängig vom Implantatalter.

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Klare Indikation

Kapselfibrose mit Schmerz oder Verformung, nachgewiesene Ruptur, chronisches Serom, Infektion, auffälliger Bildgebungsbefund.

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Persönliche Entscheidung

Wunsch nach kleinerer, natürlicherer Brust; veränderte Lebenssituation; Unwohlsein mit dem Fremdkörper. Ohne medizinische Indikation, aber legitim.

Kein Grund allein

Die reine Zahl der Jahre. Ein beschwerdefreies, unauffälliges Implantat muss nicht prophylaktisch entfernt werden.

Wenn eine Explantation ansteht, ist der richtige Zeitpunkt für die Entscheidung über den Volumenersatz vor dem Eingriff — nicht nach der Wundheilung. Das betrifft sowohl die Frage nach Eigenfett als auch die nach einer Straffung.

Kann man Explantation und Eigenfett in einer OP machen?

Möglich ist es, sinnvoll oft nicht. Ein simultanes Lipofilling in die frische Kapselhöhle ist in seinem Volumen deutlich begrenzt, und die Anwachsrate liegt niedriger als bei einem zweizeitigen Vorgehen.

Drei Gründe stehen dahinter. Erstens die Durchblutung: Transferiertes Fett ernährt sich in den ersten Tagen durch Diffusion und braucht dafür gut durchblutetes Empfängergewebe. Die frisch freigelegte Kapselwand ist kein solches Gewebe. Zweitens der Hohlraum: Nach der Entfernung besteht eine Höhle, in der sich Fett nicht fein verteilen lässt — es sammelt sich, statt sich zu integrieren, und die Nekroserate steigt. Drittens die Serombildung: Die Wundhöhle produziert Sekret, das eingebrachtes Fett umspült und dessen Einheilung stört.

VorgehenWann es passtWas zu erwarten ist
Simultan (eine Sitzung)Kleine Implantate, kurze Liegedauer, gute Weichteilqualität, moderate Volumenerwartung, keine Kapselentfernung nötig.Eine Operation, eine Ausfallzeit. Geringere Volumenmenge und meist niedrigere Anwachsrate.
Zweizeitig (zwei Sitzungen)Große oder lange liegende Implantate, Kapselentfernung, deutlicher Hautüberschuss, höhere Volumenerwartung.Zwei Operationen im Abstand von 3–6 Monaten. Das Gewebe ist beim zweiten Eingriff konsolidiert und besser durchblutet.
Explantation alleinWenn keine Volumenwiederherstellung gewünscht ist oder zunächst der Spontanverlauf abgewartet werden soll.Kleinste Belastung. Die Entscheidung über Eigenfett kann nach 6 Monaten immer noch getroffen werden.

Unsere Einordnung: Bei einer geplanten Kapselentfernung, langer Liegedauer oder größerem Implantat ist das zweizeitige Vorgehen in der Regel das Verfahren mit dem besseren Endergebnis. Der Preis dafür sind zwei Eingriffe und zwei Ausfallzeiten — der Gewinn ist eine deutlich zuverlässigere Anwachsrate.

Ob bei Ihnen ein simultanes oder zweizeitiges Vorgehen passt, hängt am Befund und lässt sich in einem persönlichen Termin klären.

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Wie viel Eigenfett ist nach der Implantatentfernung möglich?

Typischerweise 150 bis 250 ml aufbereitetes Fett pro Seite und Sitzung. Davon wachsen an der Brust erfahrungsgemäß 50 bis 70 Prozent dauerhaft an — deutlich weniger als am Gesäß, wo das Empfängerbett großzügiger ist.

Die Rechnung ist dieselbe wie bei jedem Eigenfetttransfer, nur mit ungünstigeren Faktoren. Vom Rohaspirat bleiben nach Aufbereitung 40 bis 60 Prozent reines Fett. Von der eingebrachten Menge bleibt an der Brust die Hälfte bis zwei Drittel. Aus 200 ml pro Seite werden also etwa 100 bis 140 ml dauerhaftes Volumen — in Körbchengrößen gerechnet meist etwa eine halbe bis eine Größe pro Sitzung.

  • Begrenzender Faktor Weichteilhülle: Fett kann nur dort eingebracht werden, wo Gewebe es ernährt. Eine leere Hülle nimmt kein Volumen auf, nur durchblutetes Gewebe tut das.
  • Begrenzender Faktor Spenderfett: Für 200 ml aufbereitetes Fett pro Seite werden rund 800 bis 1.000 ml Rohaspirat benötigt. Sehr schlanke Patientinnen stoßen hier an eine Grenze.
  • Begrenzender Faktor Sitzungszahl: Für einen relevanten Volumenersatz sind häufig zwei bis drei Sitzungen im Abstand von je drei bis sechs Monaten nötig.
  • Vorteil: Nach jeder Sitzung ist das Gewebe gedehnter und besser durchblutet, sodass die folgende Sitzung oft besser anwächst.

Ein Hinweis zu externen Vakuum-Expandern, die vor dem Transfer die Hülle vordehnen sollen: Die Datenlage dazu ist uneinheitlich, die Anwendung aufwendig und die Compliance in der Praxis niedrig. Wir setzen darauf keinen Schwerpunkt und besprechen stattdessen ein realistisches Mehrsitzungskonzept.

Die allgemeinen Grundlagen des Verfahrens finden Sie unter Eigenfett-Behandlung Düsseldorf.

Wie läuft die Explantation mit Lipofilling ab?

Der Ablauf hängt davon ab, ob ein- oder zweizeitig vorgegangen wird und ob die Kapsel entfernt werden muss. Die folgenden Schritte beschreiben den typischen Verlauf im zweizeitigen Vorgehen.

Ablauf im Body Art Surgery Institute

1
Erstgespräch und BefundUntersuchung am aufrechten und liegenden Befund, Beurteilung von Hautqualität, Restdrüsengewebe, Implantatlage und Symmetrie. Sichtung vorhandener Bildgebung und Implantatpass.
2
Aktuelle BildgebungUltraschall, bei entsprechender Fragestellung ergänzende Bildgebung. Ein Basisbefund vor dem Eingriff ist auch für die spätere Vorsorge wichtig — siehe Eigenfett und Mammographie.
3
Aufklärung und BedenkzeitSchriftliche Aufklärung über Nutzen, Grenzen und Risiken beider Schritte, danach die vorgesehene Bedenkzeit.
4
Erster Eingriff: ExplantationEntfernung der Implantate über den vorhandenen oder einen neu angelegten Zugang. Kapselentfernung nur bei Indikation. Drainage, wenn die Wundhöhle es erfordert.
5
Heilungsphase 3–6 MonateKompression und BH-Versorgung, Kontrolltermine. Die Weichteile konsolidieren sich, Schwellung und Verhärtung gehen zurück.
6
BeurteilungErst jetzt ist die Form beurteilbar. Entscheidung über Volumenaufbau, Straffung oder beides — oder darüber, dass nichts weiter nötig ist.
7
Zweiter Eingriff: LipofillingWAL-Absaugung des Spenderfetts, Aufbereitung durch Sedimentation und Filtration, fein verteilte Einbringung in mehreren Ebenen.
8
NachkontrollenKontrollen über drei bis sechs Monate. Danach Entscheidung über eine mögliche weitere Sitzung.

Die Absaugung des Spenderfetts erfolgt in der Regel in WAL-Technik, weil der Wasserstrahl das Gewebe löst statt es mechanisch herauszureißen und die Fettzell-Vitalität mit rund 98 % hoch bleibt. Bei knapper Fettreserve entscheidet genau das über das Ergebnis.

Braucht man nach der Implantatentfernung zusätzlich eine Straffung?

Häufig ja — vor allem nach langer Liegedauer oder bei großen Implantaten. Eigenfett füllt Volumen auf, es hebt aber keine abgesunkene Brust an und entfernt keinen Hautüberschuss.

Der entscheidende Punkt ist die Position der Brustwarze im Verhältnis zur Unterbrustfalte. Steht sie deutlich darunter, wird kein Volumenaufbau die Form korrigieren. Dann ist eine Straffung der Schritt, der den Unterschied macht — mit dem Nachteil zusätzlicher Narben, über die wir vorher ausführlich aufklären.

BefundSinnvolles Vorgehen
Kleines Implantat, kurze Liegedauer, straffe HautExplantation allein oder mit moderatem Lipofilling. Straffung meist nicht nötig.
Mittleres Implantat, gute Hautelastizität, leichter ÜberschussExplantation, Abwarten der Rückstellung über 3–6 Monate, danach Entscheidung über Lipofilling.
Großes Implantat oder lange Liegedauer, deutlicher ÜberschussExplantation, später Straffung — Volumenaufbau ergänzend, aber nicht als Ersatz für die Straffung.
Brustwarze deutlich unterhalb der UnterbrustfalteStraffung ist der maßgebliche Schritt. Lipofilling allein führt hier nicht zum gewünschten Ergebnis.

Ob Straffung und Lipofilling gemeinsam oder nacheinander erfolgen, entscheidet sich am Befund. Gemeinsame Eingriffe sparen eine Ausfallzeit, erhöhen aber die Belastung des Gewebes und damit das Risiko für Wundheilungsstörungen. Bei Raucherinnen und bei sehr dünner Weichteildecke gehen wir bewusst schrittweise vor.

Wichtiger Hinweis
Wichtiger Hinweis: Nach §11 Abs.1 S.3 Nr.1 HWG ist die Werbung mit Vorher-Nachher-Darstellungen operativer plastisch-chirurgischer Eingriffe in Deutschland verboten. Wir zeigen und versenden deshalb keine solchen Aufnahmen. Die Einschätzung erfolgt am Befund im persönlichen Gespräch.

Was kostet die Explantation mit Lipofilling und welche Risiken gibt es?

Der Brustaufbau mit Eigenfett beginnt bei Dr. Fetai bei 5.000 €. Für die Explantation selbst nennen wir keinen Pauschalpreis, weil Aufwand und Operationsdauer je nach Kapselbefund, Implantatlage und Voroperationen stark variieren; der verbindliche Preis wird nach der persönlichen Untersuchung nach GOÄ festgelegt.

LeistungPreis
Brustvergrößerung / Brustaufbau mit Eigenfettab 5.000 €
Explantation von BrustimplantatenPreis nach persönlicher Untersuchung
Explantation mit KapselentfernungPreis nach persönlicher Untersuchung
Straffung, zusätzlichPreis nach persönlicher Untersuchung
Weitere Lipofilling-SitzungPreis nach persönlicher Untersuchung

Das Body Art Surgery Institute behandelt ausschließlich Privatpatientinnen, Privatpatienten und Selbstzahler. Bei medizinischer Indikation, etwa bei nachgewiesener Implantatruptur oder ausgeprägter Kapselfibrose, kann bei privaten Versicherungen eine Kostenbeteiligung in Betracht kommen; das ist im Einzelfall vorab mit dem Versicherer zu klären. Bei rein ästhetisch begründeten Eingriffen besteht kein Erstattungsanspruch.

  • Serom und Hämatom: nach Explantation und Kapselentfernung häufiger, weil eine Wundhöhle zurückbleibt. Gegebenenfalls Drainage.
  • Fettnekrosen und Ölzysten: das typische Risiko des Lipofillings, besonders bei zu großem Volumen pro Sitzung.
  • Verkalkungen: können nach Fettgewebstransfer entstehen und in der Mammographie sichtbar werden. Details unter Eigenfett-Brust und Brustkrebsvorsorge.
  • Unzureichendes Volumen und Asymmetrie: die häufigste Ursache für Unzufriedenheit. Deshalb legen wir Wert auf die Erwartungsklärung vorab.
  • Wundheilungsstörungen: erhöht bei Rauchen, Diabetes, dünner Weichteildecke und Kombinationseingriffen.
  • Pneumothorax: seltenes, aber relevantes Risiko bei submuskulärer Kapselentfernung nahe der Thoraxwand.
  • Allgemeine Operationsrisiken: Blutung, Infektion, Thrombose, Sensibilitätsstörungen an Brustwarze und Haut.

Eine Explantation ist ein planbarer Eingriff. Es gibt in aller Regel keinen Grund zur Eile — und keinen guten Grund, die Entscheidung unter Zeitdruck zu treffen.

Häufig gestellte Fragen

Kann man Brustimplantate entfernen und stattdessen Eigenfett nehmen?+

Ja, das ist ein etabliertes Vorgehen. Ein direkter Tausch 1:1 gelingt allerdings selten: Pro Seite und Sitzung können typischerweise 150 bis 250 ml eingebracht werden, von denen 50 bis 70 Prozent anwachsen. Das Ergebnis ist in der Regel kleiner als die vorherige Implantatgröße, dafür weicher und natürlicher.

Wie sieht die Brust nach der Implantatentfernung aus?+

Zunächst deutlich kleiner, weicher und meist mit sichtbarem Hautüberschuss. Wie stark, hängt von Implantatgröße, Liegedauer, Hautelastizität und Restdrüsengewebe ab. Die Weichteile ziehen sich über Wochen bis Monate teilweise zurück; beurteilbar ist die Form frühestens nach drei bis sechs Monaten.

Muss die Kapsel mit entfernt werden?+

Nicht routinemäßig. Eine dünne, weiche, unauffällige Kapsel kann häufig belassen werden und bildet sich nach Entfernung des Implantats oft weitgehend zurück. Eine vollständige Entfernung wird bei klarer Indikation durchgeführt: ausgeprägte Kapselfibrose, Verkalkung, Implantatruptur mit Silikonaustritt, chronisches Serom oder auffälliger Befund.

Was bedeutet en bloc bei der Implantatentfernung?+

En bloc bedeutet, dass Implantat und vollständig geschlossene Kapsel in einem Stück entfernt werden. Das ist ein größerer Eingriff mit mehr Gewebetrauma, längerer Operationsdauer und höherem Blutungsrisiko. Wir führen ihn bei klarer Indikation durch, nicht als Standardvorgehen.

Sollte man Brustimplantate nach 12 Jahren entfernen?+

Es gibt kein festes Verfallsdatum und keine Austauschpflicht nach einer bestimmten Zahl von Jahren. Entscheidend ist der Befund. Regelmäßige Kontrollen, meist per Ultraschall, sind sinnvoll, weil die Wahrscheinlichkeit von Materialermüdung mit der Zeit steigt. Beschwerdefreie, unauffällige Implantate müssen nicht prophylaktisch entfernt werden.

Kann man Explantation und Eigenfett in einer Operation machen?+

Möglich ja, sinnvoll oft nicht. Die frisch freigelegte Kapselhöhle ist schlecht durchblutet, bildet einen Hohlraum, in dem sich Fett nicht fein verteilen lässt, und neigt zur Serombildung. Bei Kapselentfernung, langer Liegedauer oder größerem Implantat liefert ein zweizeitiges Vorgehen im Abstand von drei bis sechs Monaten meist das bessere Ergebnis.

Wie viel Eigenfett kann man nach der Implantatentfernung einbringen?+

Typischerweise 150 bis 250 ml aufbereitetes Fett pro Seite und Sitzung. An der Brust wachsen davon 50 bis 70 Prozent dauerhaft an — weniger als am Gesäß. Für einen relevanten Volumenersatz sind häufig zwei bis drei Sitzungen im Abstand von je drei bis sechs Monaten nötig.

Ersetzt Eigenfett ein Implantat 1:1?+

In der Regel nicht. Um ein 300-ml-Implantat auszugleichen, müssten pro Seite 450 bis 600 ml eingebracht werden — Mengen, die in einer Sitzung an der Brust weder sicher noch sinnvoll sind. Realistisch ist ein etwa halbes bis ein Körbchen Volumenzuwachs pro Sitzung.

Brauche ich nach der Explantation eine Bruststraffung?+

Häufig ja, vor allem nach langer Liegedauer oder bei großen Implantaten. Eigenfett füllt Volumen auf, hebt aber keine abgesunkene Brust an und entfernt keinen Hautüberschuss. Steht die Brustwarze deutlich unterhalb der Unterbrustfalte, ist die Straffung der maßgebliche Schritt.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Explantation?+

Die Wunden heilen in der Regel innerhalb von zwei Wochen. Ein Stütz-BH wird meist sechs Wochen getragen, Sport erst nach ärztlicher Freigabe. Schwellung und Verhärtung gehen über Wochen zurück; die endgültige Form ist nach drei bis sechs Monaten beurteilbar.

Was kostet eine Explantation mit Lipofilling?+

Der Brustaufbau mit Eigenfett beginnt bei Dr. Fetai bei 5.000 €. Für die Explantation selbst nennen wir keinen Pauschalpreis, da Aufwand und Operationsdauer je nach Kapselbefund, Implantatlage und Voroperationen stark variieren. Der verbindliche Preis wird nach der persönlichen Untersuchung nach GOÄ festgelegt.

Zahlt die Krankenkasse die Entfernung von Brustimplantaten?+

Bei rein ästhetisch begründeter Entfernung nicht. Bei medizinischer Indikation, etwa nachgewiesener Implantatruptur oder ausgeprägter Kapselfibrose, kann bei privaten Versicherungen eine Kostenbeteiligung in Betracht kommen; das ist vorab individuell mit dem Versicherer zu klären. Das Body Art Surgery Institute behandelt ausschließlich Privatpatienten und Selbstzahler.

Welche Risiken hat die Explantation mit Eigenfett?+

Möglich sind Serom und Hämatom durch die Wundhöhle, Fettnekrosen und Ölzysten, Verkalkungen, unzureichendes Volumen, Asymmetrie, Wundheilungsstörungen, Sensibilitätsstörungen an der Brustwarze sowie allgemeine Operationsrisiken. Bei submuskulärer Kapselentfernung besteht zusätzlich ein seltenes Pneumothoraxrisiko.

Beeinflusst Eigenfett in der Brust die Krebsvorsorge?+

Fettgewebstransfer kann Ölzysten und Verkalkungen erzeugen, die in der Mammographie sichtbar werden. Erfahrene Radiologinnen und Radiologen können typische Fettnekrose-Verkalkungen in aller Regel von malignitätsverdächtigen Mikroverkalkungen unterscheiden. Entscheidend ist, dass der Eingriff bekannt ist. Details unter Eigenfett-Brust und Brustkrebsvorsorge.

Wer entfernt Brustimplantate mit Eigenfettaufbau in Düsseldorf?+

Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie und Ästhetische Chirurgie mit über 4.000 durchgeführten Eingriffen, berät und behandelt im Body Art Surgery Institute, Immermannstraße 10, Etage 2, 40210 Düsseldorf — fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof. Termin unter 0211 158 76080 oder per WhatsApp an +49 152 5927 4323.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel wurde von Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie und Ästhetische Chirurgie, verfasst und medizinisch geprüft (Stand 2026). Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Untersuchung. Ergebnisse variieren individuell. Es werden keine Heilungs- oder Erfolgsversprechen gegeben.

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